Ratgeber · Für Gäste

Anti-Stress-Hotel: Was im Bett steckt

Die erste Nacht im Hotel ist selten die beste. Das hat einen erforschten Grund, und es erklärt, warum bei kurzen Aufenthalten jede Bedingung zählt. Hier lesen Sie, was ein Anti-Stress-Zimmer ausmacht, welche drei Fragen Sie vor der Buchung stellen sollten und in welchen Regionen Österreichs und Südtirols es solche Häuser gibt.

112 Partnerhäuser in Österreich & SüdtirolUniversitär gemessene AbschirmungKeine Heilversprechen

Was dahintersteckt

Was ist ein Anti-Stress-Hotel?

Der Begriff ist nicht geschützt. Was ihn ausfüllt, ist die Ausstattung des Bettes, nicht die Größe des Spa.

Warum das Thema Konjunktur hat

Gäste prüfen das Bett, bevor sie auspacken

Drei Viertel der Reisenden testen schon beim ersten Gang ins Zimmer, ob sie guten Schlaf erwarten dürfen. Für 22 Prozent sind schlafbezogene Faktoren das wichtigste Kriterium bei der Hotelwahl, 24 Prozent suchen gezielt eine ruhige Unterkunft, und 7 Prozent ziehen wieder aus, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird.

Repräsentative Umfrage von OnePoll im Auftrag von Premier Inn, 4.000 Befragte in Deutschland.

Die Umsetzung

Das Anti-Stress-Zimmer

In den Partnerhäusern von BETTER3 steckt das System im Bett: Oberbett und Unterbett mit lichtaktiven Mineralien und integrierter Erdung. Sie sehen davon nichts, es gibt keinen Schalter, kein Display und keinen Strom im Bett. Sie legen sich hin wie in jedem anderen Hotelzimmer. Wie das Set aufgebaut ist, zeigt die Seite Wirkungsweise.

Der First-Night-Effect

Warum die erste Nacht im Hotel die schlechteste ist

Es liegt nicht am Bett allein. In ungewohnter Umgebung bleibt eine Gehirnhälfte im Tiefschlaf messbar wacher als die andere.

Was gemessen wurde

Eine Hälfte hält Wache

Ein Forschungsteam der Brown University untersuchte 35 Freiwillige in drei Experimenten, jeweils zwei Nächte im Abstand einer Woche. In der ersten Nacht blieb ein bestimmtes Netzwerk in der linken Gehirnhälfte während des Tiefschlafs aktiver als rechts. Töne auf dem entsprechenden Ohr weckten die Schlafenden häufiger und schneller. Die Forschenden deuten das als Schutzmechanismus an fremden Orten.

Was daraus folgt

Ab der zweiten Nacht verschwindet es

In der zweiten Nacht war der Unterschied zwischen den Hemisphären verschwunden. Praktisch heißt das: Kurze Aufenthalte sind besonders betroffen. Und je kürzer die Reise, desto mehr zählt jede Bedingung, die sich beeinflussen lässt, von der Zimmerlage über die Temperatur bis zum Bett selbst.

Ein Anti-Stress-Zimmer verändert nicht Ihren Schlaf. Es verändert die Bedingungen, unter denen Sie schlafen.

Quelle: Tamaki, Bang, Watanabe und Sasaki, Night Watch in One Brain Hemisphere during Sleep Associated with the First-Night Effect in Humans, Current Biology, 2016.

Orientierung

Woran Sie ein gutes Anti-Stress-Hotel erkennen

Der Begriff ist nicht geschützt. Drei Merkmale trennen ein durchdachtes Angebot von einem Etikett auf der Website.

Merkmal 1

Das Bett ist ausgestattet, nicht nur schön

Fragen Sie nach, was im Bett steckt. Ein echtes Anti-Stress-Zimmer nennt sein Schlafsystem beim Namen und kann erklären, wie es geprüft wurde.

Merkmal 2

Die Umgebung stimmt

Zimmer abseits von Lift, Küche und Straße, Fenster mit Schallschutz, Vorhänge, die wirklich abdunkeln, und eine Heizung, die sich herunterregeln lässt. Fragen Sie bei der Buchung nach der ruhigsten Kategorie, nicht nach der teuersten.

Merkmal 3

Das Haus kann Nachweise vorlegen

Wo eine Wirkung behauptet wird, sollte ein Prüfbericht dahinterstehen. Für das Gewebe in unseren Partnerhäusern liegt ein Gutachten von Prof. Peter Pauli vor, gemessen nach ASTM D4935-18, IEEE 299-06 und NSA-94-106, mit 99,98 Prozent Schirmdämpfung. Gemessen ist damit das Textil, nicht Ihr Schlaf. Was ein Haus darüber hinaus verspricht, sollten Sie kritisch prüfen.

Wo es diese Häuser gibt

112 Partnerhäuser in Österreich und Südtirol

Vom Landgasthof bis zum Fünf-Sterne-Resort. Alle Häuser mit Bild, Ort und direktem Link zur Buchung finden Sie auf der Partnerhotel-Seite.

46

Häuser in Österreich

  • Salzburger Land, darunter Pinzgau und Lungau
  • Tirol, von Achensee bis Ötztal und Zillertal
  • Steiermark und Oberösterreich inklusive Salzkammergut
  • Niederösterreich, unter anderem in der Thermenregion
66

Häuser in Südtirol

  • Dolomiten, von Gröden über Alta Badia bis Kronplatz
  • Meraner Land und Vinschgau
  • Eisacktal, Gsieser Tal und Tauferer Ahrntal
  • Umgebung von Bozen, Brixen und Sterzing

Bekannte Häuser darunter sind etwa das Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser, die Wellnessresidenz Alpenrose am Achensee und der Hotel Kranzbichlhof bei Salzburg.

Alle 112 Häuser mit Ort und Buchungslink

Schlafhotels in Österreich

Besser schlafen im Hotel

Fünf Handgriffe, die in jedem Hotelzimmer funktionieren, unabhängig von der Ausstattung des Bettes.

Alle Häuser mit Anti-Stress-Zimmer
  • 01

    Beim Haus direkt buchen und nachfragen

    Ein Satz per Mail genügt: Welches Zimmer liegt am ruhigsten? Über Buchungsplattformen wird Ihnen die Kategorie zugewiesen, direkt beim Haus können Sie sie benennen.

  • 02

    Abendroutine mitnehmen

    Der Körper liebt Wiederholung: gleiche Schlafenszeit wie zu Hause, vertraute Rituale, das eigene Kissen, wenn es sein muss.

  • 03

    Erst die Heizung, dann das Licht

    Stellen Sie die Heizung schon beim Auspacken herunter, das Zimmer braucht Zeit. Danach die Vorhänge lückenlos schließen und die Standby-Lichter von Fernseher, Klimaanlage und Router abdecken.

  • 04

    Ankunft und Abendessen mitdenken

    Ein spätes, schweres Dinner und ein Glas Wein zu viel wirken bis in die Nacht. Bei Anreise aus einer anderen Zeitzone hilft es, sich am ersten Abend an der Ortszeit zu orientieren statt am Gefühl.

  • 05

    Die Kategorie beim Namen nennen

    Wenn ein Haus ein Anti-Stress-Zimmer führt, ist das eine eigene Kategorie und nicht automatisch das, was Ihnen zugewiesen wird. Nennen Sie sie bei der Buchung ausdrücklich, das erspart die Überraschung beim Check-in.

Häufige Fragen

Anti-Stress-Hotel: kurz beantwortet

Was ist ein Anti-Stress-Zimmer?

Ein normales Hotelzimmer, dessen Bett mit einem speziellen Schlafsystem ausgestattet ist: Anti-Stress-Oberbett und -Unterbett mit lichtaktiven Mineralien und integrierter Erdung. Für Gäste gibt es nichts zu bedienen, das Zimmer sieht aus wie jedes andere.

Wo gibt es Anti-Stress-Hotels in Österreich und Südtirol?

Derzeit in 112 Häusern, 46 davon in Österreich und 66 in Südtirol. Schwerpunkte sind das Salzburger Land, Tirol, die Steiermark und Oberösterreich sowie in Südtirol die Dolomiten, das Meraner Land und der Vinschgau. Alle Häuser mit Ort und Buchungslink stehen auf der Partnerhotel-Seite.

Muss ich im Zimmer etwas einstellen oder anschließen?

Nein. Ober- und Unterbett sind bezogen wie jedes andere Bett, die Erdung ist fest installiert. Es gibt keinen Schalter, kein Display und keinen Strom im Bett. Sie legen sich hin wie in jedem Hotelzimmer.

Was unterscheidet ein Anti-Stress-Hotel von einem Wellnesshotel?

Ein Wellnesshotel bietet Erholung am Tag: Spa, Sauna, Anwendungen. Ein Anti-Stress-Hotel setzt bei der Nacht an, also bei der Zimmerausstattung. Beides schließt sich nicht aus, viele Partnerhäuser sind beides.

Kostet ein Anti-Stress-Zimmer mehr als ein normales Zimmer?

Den Preis legt jedes Haus selbst fest. Viele Partnerhotels führen das Anti-Stress-Zimmer als eigene Komfort-Kategorie mit Aufpreis. Den gültigen Preis sehen Sie direkt beim jeweiligen Hotel, es gibt keine Vermittlungsgebühr für Sie.

Ich habe trotzdem schlecht geschlafen. Was nun?

Das kann vorkommen. Ein Anti-Stress-Zimmer verändert die Bedingungen, unter denen Sie schlafen, es garantiert keinen bestimmten Schlaf und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Wenn Sie dauerhaft schlecht schlafen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Rückmeldungen zum Zimmer nimmt das Hotel entgegen, und wir hören sie gern mit.

Für Gastgeber: Wie Ihr Haus ein Anti-Stress-Zimmer bekommt, lesen Sie unter Schlaftourismus und Partner werden.